Entwicklungsprozesse im Gehirn: Botenstoff Glutamat entscheidend daran beteiligt

Neurobiologen aus Bochum haben herausgefunden, dass bestimmte Rezeptoren für den Botenstoff Glutamat die Architektur von Nervenzellen im sich entwickelnden Gehirn festlegen. Einzelne Rezeptorvarianten führen zu besonders langen und verzweigten Fortsätzen (Dendriten), mit denen die Zellen kommunizieren. Die Forscher zeigten auch, dass die wachstumsfördernde Eigenschaft der Rezeptoren damit zusammenhängt, wieviel Kalzium sie in die Zellen einströmen lassen. „Diese Ergebnisse erlauben Einblicke in die Mechanismen, mit denen sich Nervenzellen während der Entwicklung vernetzen“, sagt Prof. Dr. Petra Wahle aus der RUB-AG Entwicklungsneurobiologie.… Weiterlesen

Am Kontinentalhang vor Chile Spuren von ungewöhnlich großen Hangrutschungen entdeckt

Etwas zwischen 15 und 25 % aller auftretenden Tsunamis werden von unterseeischen Hangrutschungen ausgelöst. Deshalb versuchen Forscher  weltweit, mehr über dieses Phänomen herauszufinden. Kieler Geologen haben jetzt am Kontinentalhang vor Chile die Spuren von drei ungewöhnlich großen, bis zu 500.000 Jahre alten Hangrutschungen entdeckt. Sie berichten darüber in der renommierten internationalen Fachzeitschrift „Journal of the Geological Society, London“.

Immer wieder ereignen sich rund um den Globus Erdrutsche mit teilweise katastrophalen Folgen, wie zum Beispiel Anfang 2011 in Brasilien, als nach… Weiterlesen

Internet der Zukunft für intelligente Stromnetze

Siemens untersucht mit Partnern, wie intelligente Energienetze mit Hilfe von Internettechnologien gesteuert werden können. Dazu hat die globale Siemens-Forschung Corporate Technology die technische Koordination des EU-Projekts FINSENY übernommen (Future INternet for Smart ENergY), in dem Energie- und Kommunikationstechnologie-Experten die Anforderungen der Smart Grids an das Internet der Zukunft erarbeiten. Betreiber von Nieder- und Mittelspannungsnetzen können so in Zukunft auf günstige und zuverlässige Kommunikationsnetze und -technologien zugreifen. Dies ist ein wichtiger Schritt für den Ausbau erneuerbarer Energien. Bereits 2013 sollen erste Pilotanwendungen aufgebaut werden. Weiterlesen

Einblick in ein Urstadium der Evolution des Nervensystems

Der Zilienschlag von Platynereis gibt Einblick in ein Urstadium der Evolution des Nervensystems
Die Larven des Ringelwurms Platynereis schwimmen als Teil des Planktons frei im Meer. Sie bewegen sich mit Hilfe von Zilien fort, tausenden von Flimmerhärchen, die sich bandförmig am Körper der Larve entlangziehen und koordinierte Schlagbewegungen ausführen. Je nach Umgebungsbedingungen schwimmen die Larven in bevorzugten Wassertiefen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben nun eine Reihe von Signalstoffen identifiziert, die über das Nervensystem die Schwimmtiefe der Larven regulieren. Diese Stoffe haben Einfluss auf die Zilienbewegung und können die Larve in ihrer optimalen Wassertiefe halten. Grundlage dafür sind einfache Schaltkreise der Nervenzellen, die nach Einschätzung der Forscher ein Urstadium des Nervensystems widerspiegeln.
 Viele Tiere bewegen sich mit Muskeln fort. Kleine Meerestiere nutzen jedoch oft Zilienhärchen zum Schwimmen oder Kriechen. Dieser Fortbewegungsart ist evolutionär wesentlich älter als die Fortbewegung mit Muskeln und ist bei Meeresplankton sehr weit verbreitet. Die Weiterlesen

Neues Licht am Ende des Tunnels

Ein internationales Forscher-Team hat die Energie infraroter Laserpulse mit einem Nanotrichter so konzentriert, dass damit ultrakurze, extrem ultraviolette Lichtpulse erzeugt wurden, die sich 75 Millionen Mal in der Sekunde wiederholten.
Wer in der Küche Flüssigkeiten ohne sie zu verschütten umfüllen will, der weiß einen Trichter zu schätzen. Doch nicht nur beim Kochen sind Trichter nützliche Utensilien, auch Licht kann mit Trichtern gebündelt werden. Allerdings müssen die Trichter dafür bis zu 10.000-mal kleiner sein. Einem internationalen Forscherteam vom Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) in Daejeon (Korea), dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) in Garching (Deutschland) und der Georgia State University (GSU) in Atlanta (USA) ist es nun gelungen, die Energie infraroter Laserpulse in einem Nanotrichter so zu bündeln, dass damit Lichtblitze im extremen ultravioletten Weiterlesen

Energie umweltfreundlich erzeugen

Erstmals ist es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin gelungen, den genauen strukturellen Aufbau eines speziellen wasserstoffbildenden Enzyms zu entschlüsseln. Damit liefern sie neue Erkenntnisse zur Entwicklung biotechnologischer Verfahren für die Herstellung von Wasserstoff, der zur umweltfreundlichen Energiegewinnung und –speicherung genutzt werden kann. Die Ergebnisse der Arbeit wurden jetzt online in der renommierten Fachzeitschrift Nature* veröffentlicht. 
Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft und befindet sich als alternative Energiequelle, beispielsweise als Treibstoff für Kraftfahrzeuge, bereits in der Testung. Bestimmte Mikroorganismen, wie Algen und Bakterien besitzen Enzyme, mit denen sie Wasserstoff selber freisetzen können. Forscherinnen und Forscher verfolgen das Ziel, mithilfe dieser wasserstoffbildenden Enzyme, den Weiterlesen

Mehr Windräder auf See mit neuem Montageschiff

Siemens stattet erstmals ein Schiff zur Installation von Offshore-Windkraftanlagen mit Antriebs- und Automatisierungstechnik aus. Mit dem Schiff Sea Installer will die dänische Windkraftfirma A2SEA Windräder vor den Küsten Großbritanniens und Deutschlands installieren. Das selbsthebende Schiff erhält einen dieselelektrischen Antrieb und das Schiffsautomatisierungssystem Siship Imac von Siemens Industry. Es wird im Sommer 2012 ausgeliefert.

Für den wachsenden Ausbau von Offshore-Windkraftanlagen, werden vermehrt große Montageschiffe benötig. Zur Installation auf See brauchen diese Schiffe spezielle Fähigkeiten: Sie müssen unabhängig von Wasserstand und Weiterlesen

Kürbiszeit: Mehr als nur Gesichter schnitzen

Die Zeit der Kürbise hat begonnen. Überall werden sie wieder angeboten, die großen runden Riesen. Gelb, orange und rot leuchten sie in allen möglichen Formen und Farben, rund 800 verschiedene Kürbissorten gibt es weltweit. Während sich Erwachsene an Kürbissuppe und anderen Leckereien auf dem Teller erfreuen, ist der Kürbis für Kinder hervorragend geeignet, sich spielerisch mit der Pflanze auseinander zu setzen. Im Gartenbauverein oder in der Schule kann vielseitig damit gearbeitet werden. Am bekanntesten ist sicherlich das Schnitzen von Gesichtern… Weiterlesen

Fliegende Roboter: Weiterentwicklung von Kommunikation von Robotern untereinander

Forscher des Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie entwickeln mithilfe von Computersimulationen und Prototypen die Kommunikation der Roboter untereinander weiter

Wäre es nicht schön, wenn jeder Haushalt mit einem elektronischen Helfer ausgestattet wäre oder Roboter die Aufgaben erfüllen, die für Menschen lästig oder gefährlich sind? Was in Filmen wie „Der 200 Jahre Mann“ oder „I-Robot“ längst Alltag ist, steckt in der Realität noch in den Kinderschuhen. Paolo Robuffo Giordano erforscht am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen die Grundlagen, die für diese Techniken… Weiterlesen

Fruchtfliegen in der Küche: Das hilft gegen Insekten

Fruchtfliegen können Sie sich an schwülen Sommertagen rasch vermehren. Die winzigen Insekten verbreiten Hefen und Fäulnisbakterien, die Obst und Gemüse schneller verderben lassen. Eine Übertragung von Krankheiten ist aber sehr unwahrscheinlich. Besonders gerne naschen Fruchtfliegen an Obst, Fruchtsäften und Wein, die daher im Sommer nicht offen gelagert werden sollten. Einige Obstarten wie Äpfel, Birnen, Nektarinen oder Pfirsiche können im Kühlschrank aufbewahrt werden, während sich andere Früchte mit einer Fliegenhaube schützen lassen. Wer gärendes Obst und Gemüse sofort beseitigt, lockt… Weiterlesen

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